Ensemble des Grand Classic Ballet im Nussknacker: Eine Ballerina im hellblauen Tutu wird vor einem bunten Bühnenbild mit Lollis und goldenen Ranken hochgehoben, Tänzerinnen in roten und rosa Kleidern umringen sie
Foto: BE entertained

Das Grand Classic Ballet ist wieder auf Wintertournee, mit dem „Nussknacker“ und mit „Schwanensee“, das 2027 seinen 150. Geburtstag feiert. Bis Ende Februar stehen mehr als hundert Abende in knapp 40 Städten auf dem Plan.

Wie der Nussknacker zum Weihnachtsballett wurde

Als Tschaikowskis „Nussknacker“ 1892 in St. Petersburg zum ersten Mal auf die Bühne kam, rechnete niemand damit, dass hier ein Weihnachtsritual entsteht. Heute steht der „Nussknacker“ zur Weihnachtszeit auf vielen Spielplänen. Die Geschichte beginnt an einem Weihnachtsabend mit einem rätselhaften Geschenk. Es folgt eine Schlacht gegen die Mäuse, dann setzt sich der Schnee in Bewegung, und am Ende führt die Reise in eine Welt, in der die Regeln des Alltags nicht mehr gelten. Vielleicht erklärt das, warum Erwachsene sich darauf so bereitwillig einlassen wie Kinder. Für einen Abend ist Fantasie wieder erlaubt.

Ballett Nussknacker von Be entertained - Grand Classic Ballet
Foto: Pavel Pass

Der Schwan wird 150

„Schwanensee“ ist fünfzehn Jahre älter. Das Ballett wurde 1877 am Bolschoi-Theater in Moskau uraufgeführt, 2027 jährt sich die Premiere zum 150. Mal. Seine Musik erkennt man nach wenigen Takten, auch wenn man nie in einem Ballett gesessen hat. Im Mittelpunkt steht die wohl berühmteste Doppelrolle der Ballettgeschichte, der weiße und der schwarze Schwan. Das Stück erzählt von Liebe und Täuschung. Dass es nach anderthalb Jahrhunderten nicht verstaubt wirkt, liegt an seinem Kern: Es handelt davon, wie leicht Wahrheit und Illusion ineinander übergehen.

Von Hamburg bis Oberstdorf

Das Grand Classic Ballet bringt beide Werke auch in diesem Winter wieder in deutsche Säle. Bis Ende Februar 2027 umfasst der Spielplan mehr als hundert Vorstellungen. Die Route führt von Hamburg bis Oberstdorf und von Aachen bis Berlin. Die Inszenierungen bleiben klassisch, getanzt wird in aufwendigen Kostümen und von einer international besetzten Compagnie.

Schwäne des Grand Classic Ballet in weißen Tutus und Federhauben, von hinten gesehen mit erhobenen Armen vor blauem Bühnenhintergrund
Foto: BE entertained

Streichquartett, Gala und Orchester

Für kleinere Häuser gibt es zwei kammermusikalische Fassungen, „Schwanensee – Jenseits der Bühne“ und „Der Nussknacker – Im Zauber der Weihnacht“. Dort spielt ein Streichquartett live auf der Bühne. In Düsseldorf und München zeigt das Ensemble außerdem eine Gala mit Höhepunkten aus beiden Balletten. In Berlin spielt vom 21. bis 27. Dezember ein Orchester in der Uber Eats Music Hall, auch an Heiligabend.

Tänzer und Tänzerin in weißen, glitzernden Kostümen im Nussknacker-Pas-de-deux vor einer rot beleuchteten Treppe
Foto: BE entertained

Besondere Spielorte

Unter den Spielorten sind die Bonner Beethovenhalle, das Stage Operettenhaus an der Hamburger Reeperbahn und das historische Kurtheater in Bad Ems. Ende Oktober tanzt die Compagnie zweimal im Markgräflichen Opernhaus in Bayreuth, das zum UNESCO-Welterbe zählt. Für beide Abende gibt es keine Karten mehr.

Eine Tradition ist diese Wintertournee längst. Das bedeutet nicht, dass jedes Jahr alles gleich aussieht. Es bedeutet vor allem, dass man sich jedes Jahr wieder auf den Moment freut, in dem sich der Vorhang öffnet.

Info.

Grand Classic Ballet, Wintertournee 2026/27

Tourzeitraum: Oktober 2026 bis Februar 2027

Termine: mehr als 100 in knapp 40 Städten

DER NUSSKNACKER
Der Weihnachtsklassiker für die ganze Familie

SCHWANENSEE
150 Jahre einer Legende

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